Korruption

foto: DNA

„Ich wollte schon immer die Wahrheit erfahren und für Gerechtigkeit sorgen“

In der Bevölkerung ist sie beliebt, bei Politikern verhasst: Laura Codruta Kövesi, Staatsanwältin und Chefin der rumänischen Anti-Korruptionsbehörde DNA. Seitdem sie die Behörde leitet, kommen immer mehr korrupte Politiker, Beamte und Unternehmer ins Gefängnis. Im Interview spricht sie über Erfolge und Misserfolge ihrer Arbeit, über berechtigte und unberechtigte Kritik am Anti-Korruptionskampf in Rumänien – und ausnahmsweise auch über Privates.


source: gov.ro

Machtkampf in Rumänien: Aufstand der Korrupten

In Rumänien passiert gerade Bemerkenswertes: Reihenweise werden Politiker verhaftet, die Anti-Korruptions-Behörden sind aktiv wie nie. Jetzt wehren sich die regierenden Sozialdemokraten – sie wollen die Ermittlungen per Gesetz stoppen.


dusan reljic

„Rechtsbruch und Kriminalität gehen vom Staat aus“

Dušan Reljić, Balkan-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin, erwartet zwar keinen Bürgerkrieg in Mazedonien. Er fordert aber von der Europäischen Union eine wirtschaftliche und diplomatische Offensive, um die politische Krise in Mazedonien und auf dem Westbalkan zu überwinden und die tiefe Armut und Perspektivlosigkeit in der Region nachhaltig zu bekämpfen.


Foto: facebook/Johannis

Klaus Johannis als Staatspräsident Rumäniens – eine historische Wahl

Ausgerechnet im Jahr fünfundzwanzig nach dem Sturz des Diktators Ceausescu erlebte Rumänien erneut einen Volksaufstand – diesmal einen friedlichen: Als die rumänischen Wähler Klaus Johannis zum Staatspräsidenten wählten, war das in erster Linie ein Aufstand gegen eine zutiefst korrupte und moralisch völlig verkommene Staatselite. Vor allem die Wähler im Ausland, die über viele Stunden vor Botschaften und Konsulaten anstanden, um ihre Stimme abgeben zu können, erteilten ganz Europa eine beispiellose und eindrückliche Lektion in Demokratie, Bürgersinn und Freiheitswillen.




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Kandidaten bei der Parlamentswahl: Rumäniens Gruselkabinett

Rumänien steht vor dem politischen Absturz. Bei der Parlamentswahl am Sonntag fallen alle Parteien mit unrealistischen oder betrügerischen Forderungen auf. Das Personal ist dubios: Wahlfälscher, Ex-Securitate-Offiziere, Antisemiten, Plagiateure und exzentrische Superreiche.


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Mit Spanferkel zur Fahrerlaubnis oder: Kon- und Divergenz im Einbahnstraßenverkehr

Bei der Prüfung für die Fahrerlaubnis fuhr Frau C. nach allen Regeln – und fiel durch. Es hatte nichts mit ihrer völlig korrekten Prüfungsfahrt zu tun. Der prüfende Polizist hatte alle durchfallen lassen, die ohne Geschenke erschienen waren. Zum nächsten Termin brachte Frau C. ein Bündel Geldscheine, ein Spanferkel und Pflaumenschnaps mit. Dafür musste sie eine gerade, leere Straße bis zum Ende und zurück fahren. Sie bestand. Schnell verinnerlichte sie auch alle anderen Verkehrsregeln. Zum Beispiel die, wie Einbahnstraßenschilder zu interpretieren waren.


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Staatskrise in Rumänien: Europas Schande

Im EU-Land Rumänien herrschen unhaltbare Zustände. Politische Cliquen beuten das Land aus, die Regierung bricht schamlos Gesetze, auch die Opposition steht unter Korruptionsverdacht. Kürzlich rief der oberste Verfassungsrichter sogar Brüssel um Hilfe an. Premier Ponta ficht das nicht an.



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Staatskrise in Rumänien: Machtkampf korrupter Cliquen

Der Name ist nur Tarnung: Bei den rumänischen Sozialdemokraten haben gewendete Kommunisten das Sagen, die sich beim Kampf um Macht und Pfründe durch Gesetze nicht bremsen lassen. Wenn die EU nicht einschreitet, fürchten viele Bürger, kommt der Rechtsstaat unter die Räder.


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Wie Journalisten in Rumänien den kleinen Widrigkeiten des Alltags trotzen oder: Schwein gehabt und dann doch wieder nicht

Frau T. arbeitet als Redakteurin bei einer großen Zeitung in der Hauptstadt. Ihre Zeitung ficht einen dramatischen Kampf gegen Betrug, Unterschlagung, Diebstahl, Raub und Korruption in Politik und Wirtschaft und überhaupt gegen alle derartigen Unregelmäßigkeiten und kleinen Abnormitäten des Alltags. Bei ihren Kollegen ist Frau T. beliebt. Im Grunde aber betrachten ihre Kollegen sie vor allem mit einem Unverständnis, das aus tiefstem Herzen kommt. Frau T. hat weder eine eigene Firma, noch sitzt sie in einem Aufsichtsrat. Nie lässt sie ihre Beziehungen spielen oder nutzt ihre Kontakte zu Politikern. Kurz: Sie macht überhaupt keine Geschäfte.