Bulgarien: Bulldozer gegen Roma-Hütten
In Bulgarien machen wütende Einwohner und rechtsradikale Hooligans gegen Roma mobil. Der Regierungschef warnt vor ethnischen Konflikten. Die Lage vieler Roma ist, wie überall in Osteuropa, aussichtslos.
In Bulgarien machen wütende Einwohner und rechtsradikale Hooligans gegen Roma mobil. Der Regierungschef warnt vor ethnischen Konflikten. Die Lage vieler Roma ist, wie überall in Osteuropa, aussichtslos.
Dušan Reljić, Balkan-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin, erwartet zwar keinen Bürgerkrieg in Mazedonien. Er fordert aber von der Europäischen Union eine wirtschaftliche und diplomatische Offensive, um die politische Krise in Mazedonien und auf dem Westbalkan zu überwinden und die tiefe Armut und Perspektivlosigkeit in der Region nachhaltig zu bekämpfen.
Der Ukraine-Konflikt und das Zögern des Westens schüren in Osteuropa alte Ängste. Von Estland bis Bulgarien fehlt eine gemeinsame Strategie für die Frage: Wie soll Russlands Macht eingedämmt werden?
Konservative Politiker wollen die Sozialleistungen für Migranten aus Osteuropa einschränken. In der Debatte geht unter, dass auch Bulgarien und Rumänien allen Unionsbürgern einen Anspruch auf Hilfe gewähren – allerdings auf niedrigem Niveau.
Die CSU macht Stimmung gegen angebliche Armutsmigranten aus Osteuropa. Aber wer kommt wirklich in die Bundesrepublik? Und wie empfinden Bulgaren und Rumänen die Debatte? Zehn Zuwanderer berichten über ihr Leben in Deutschland.
In Rumänien und Bulgarien sorgen die CSU-Warnungen vor armen Migranten für Ärger. Westliche Länder hätten doch von der EU-Osterweiterung profitiert, meinen Experten – nun könnten sie sich nicht einfach abschotten.
Erst verbrannten sie ihre Rechnungen, dann fackelten sie Polizeiwagen ab: In Bulgarien ist die Bürgerwut über die Strompreise zu einer Revolte eskaliert, die Premier Borissow und seine ganze Regierung aus dem Amt fegt. Im ärmsten Land der EU ist die soziale Lage desaströs.